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Hey Bundestag

Dank der 57067 Petitionsunterzeichner*innen und unserem großartigen Team an Partner*innen unserer Initiative, hatten wir am 14. September eine Anhörung im Bundestag, in der unser Co-Geschäftsführer Tobias eine gesetzliche Verankerung der CO2e-Kennzeichnung von Lebensmitteln präsentieren durfte. Vielen Dank an alle, die auf diese Website gekommen sind und uns Ratschläge für seine Rede gegeben haben sowie die tonnenweise moralische Unterstützung. Wir finden, dass Tobias einen großartigen Job gemacht hat, aber schaut es euch doch selbst an (klicke einfach unten auf das Video der Anhörung, um diesen Hafer-Punk in Aktion zu sehen). Ansonsten könnt ihr euch weiterhin an Website erfreuen, die wir für alle gemacht haben, die vielleicht daran interessiert sind, die Ganze Sache weiterzuverfolgen oder sich einfach einen Moment nehmen wollen, um zu überlegen, warum es wirklich cool ist, klimafreundlicher zu essen.

wiewirberechnen

WIE HABEN WIR DIE KLIMAAUSWIRKUNGEN UNSERER PRODUKTE BERECHNET?

Wir haben die Berechnungen nicht selbst durchgeführt, sondern eine Firma namens CarbonCloud. Das ist uns sehr wichtig zu betonen, denn das Modell von CarbonCloud basiert auf zwanzig Jahren Forschung und wurde im Zusammenhang mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen überprüft. Das Modell wurde bereits von der schwedischen Umweltschutzbehörde genutzt und ist auch die Grundlage für internationale Kooperationen, zum Beispiel mit der Princeton University und dem Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK). Okay, nun zum "Wie" Teil. Die Berechnungen von CarbonCloud basieren auf einer Analyse der verschiedenen Schritte im "Leben" eines Produkts - in unserem Fall von der Farm bis zum Geschäft. In dieser Art der Lebenszyklusanalyse siehst du nicht nur, wie viel Treibhausgase das Produkt insgesamt erzeugt, sondern auch, welche Schritte die meisten Emissionen verursachen - und nicht selten sind die größten Übeltäter nicht die, die du erwarten würdest.
Wenn man sich die einzelnen Schritte genauer ansieht, sieht man zum Beispiel, dass die größten Auswirkungen bei der Herstellung eines Lebensmittels weder der Transport noch die Verpackung sind, aber fast immer im "Farm-Schritt" - bei der Erzeugung des Rohstoffs selbst liegt. Unten siehst du, wie viel CO2e in jedem Produktionsschritt unseres Haferdrinks im Vergleich zu Kuhmilch erzeugt wird.

Heute machen tierische Produkte mehr als die Hälfte (60%) der weltweiten Nahrungsmittelemissionen aus, liefern aber nur 18% der Kalorien* und das ist eindeutig eine Verschwendung von Ressourcen. Deshalb sind sich alle Forscher*innen darin einig, dass wir Menschen uns mehr pflanzlich ernähren müssen, wenn wir die Herausforderungen des Klimawandels, mit denen wir konfrontiert sind, bewältigen wollen. 

WAS IST IN DIESEN BERECHNUNGEN ALLES ENTHALTEN?

Farm: Emissionen im Zusammenhang mit der Produktion von Hafer und Raps (die zusammen mit Wasser mehr als 99% des Gewichts des Haferdrinks ausmachen). Dazu gehören unter anderem N2O Emissionen (Lachgas) aus dem Boden und CO2  Emissionen (Kohlendioxid) aus der Herstellung und Nutzung von Kraftstoffen/Strom für Traktoren und andere Maschinen. Und die mit Düngemitteln verbundenen Emissionen sind ebenfalls enthalten.

Fabrik: Heiz- und Stromverbrauch in den Werken und bei der Herstellung der Haferbase und Haferdrinks. Die Zahlen sind dank eines hohen Anteils an erneuerbaren Energiequellen niedrig.

Verpackung: Emissionen im Zusammenhang mit der Herstellung und dem Transport von Verpackungsmaterialien und Verpackungen.

Transport: Transport von Hafer und Raps vom Feld zur Mühle und Fabrik (zur Herstellung von Rapsöl) und dann weiter zur Fabrik zur Herstellung der Haferbase. Transport der Haferbase zu den Produktionsstätten für Haferdrinks. Transport des fertigen Haferdrinks zu verschiedenen Märkten. Bei den Berechnungen wird berücksichtigt, dass bestimmte Transporte gekühlt werden.
 
Für einen vollständigen Bericht über die Methoden für Haferdrink klicke hier und für Kuhmilch hier.

WAS IST NICHT ENTHALTEN - UND WARUM?

Naja, irgendwo muss man die Grenze ziehen. Nicht in die Kalkulation einbezogen sind die Herstellung von Geräten/Maschinen und Gebäuden sowie der Transport unserer Mitarbeiter zu und von ihrem Arbeitsplatz oder die gesamte Geschäftstätigkeit wie Forschung, Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing. Der Grund dafür ist, dass diese Treibhausgasemissionen im Verhältnis zu den Gesamtemissionen als sehr gering und grundsätzlich zu vernachlässigen eingeschätzt werden.
 
WIE SIEHT ES MIT DEM LEBEN DES PRODUKTS NACH DEM KAUF AUS?­ 

Die Berechnungen beinhalten alle Schritte von der Fa­­rm zum Geschäft. Aber wir hören dich schon sagen "Hey, das deckt nicht das ganze Leben des Produkts ab!". Stimmt, aber was mit dem Produkt nach dem Kauf passiert, ist schwer zu sagen, weil wir zum Beispiel nicht wissen, wie und wie weit es vom Verbraucher transportiert wird oder ob und wie die Verpackung recycelt wird. Wenn es also um die Klimaauswirkungen des Produkts nach dem Kauf geht, kannst du selbst etwas bewegen! (Wird dieser aufdringliche Text jemals enden?)

OKAY, ALSO KÖNNEN WIR UNS JETZT ZURÜCKLEHNEN UND ENTSPANNEN?

Nein. Auf gar keinen Fall. Denn obwohl unsere Produkte klimafreundlicher als viele Alternativen sind, wollen wir, dass sie noch besser werden. Tatsächlich ist es genau das, woran wir jeden Tag arbeiten! Wenn du also etwas Zeit übrig hast und ein Experte für die Art und Weise wie wir arbeiten (und den aktuellen Stand der Dinge) werden willst, haben wir einen Sustainability Report, der am anderen Ende unserer Website herumhängt und nur darauf wartet von dir gelesen zu werden. Einfach hier klicken und genießen!
 
*Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers: J. Poore1 and T. Nemecek (2018)