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de kohlendioxid aquivalenten

Wenn die Zahl auf deinem Haferdrink dich auf diese Seite gebracht hat, cool. Wir hoffen nämlich, dass die Lebensmittelbranche auch vorbeischauen wird.

Menschen essen und trinken ganz schön viel. Und das ganze Essen und Trinken, das wir Menschen jeden Tag konsumieren, summiert sich ganz schön und beeinflusst auch unseren Planeten. Tatsächlich macht der Nahrungsmittelkonsum ein Viertel der Treibhausgasemissionen des Planeten aus. Wie du also schon zillionenfach gehört hast, können alle Veränderungen, die wir Menschen in diesem Bereich bewirken, einen großen Unterschied machen. Aber dieser eine Bereich, in dem jeder genau weiß, wie man die Änderungen vornehmen oder zumindest weiß, wo man anfangen kann, scheint noch zu fehlen.

Also haben wir gedacht "Wäre es nicht toll, wenn die Menschen die Klimaauswirkungen verschiedener Produkte direkt im Supermarktgang sehen und vergleichen könnten, bevor sie überhaupt entscheiden, was sie in den Einkaufswagen legen?". Aber nicht auf diese "Es könnte uns als kleines Haferunternehmen Spaß machen, die Klimaauswirkungen unserer Produkte zu berechnen" Art und Weise, sondern eher auf diese "Wir glauben, dass die Stärkung der Verbraucher ein Gesetz, wenn nicht sogar ein Menschenrecht sein sollte" Art und Weise. Wenn du mal darüber nachdenkst, unterscheidet sich die Anforderung, die Klimafolgen eines Lebensmittels darzustellen, nicht so sehr von den Regeln für die Kennzeichnung von Fett, Zucker oder Nährstoffen. Aber bis sich alle Beteiligten einmal darüber einig sind, wie das genau geschehen soll, kann es ziemlich lange dauern - und wir sind ungeduldig. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, dass wir die Sache einfach selbst übernehmen und beispielhaft vorangehen. (Oder auch nicht ganz allein, sondern mit einer Firma namens CarbonCloud, von der wir später mehr erzählen.)

 

Äh…Kohlendioxid-Äquivalente, was?

Alle Werte werden in Kohlendioxidäquivalenten (CO2e) ausgedrückt. Das ist die gleiche Einheit, die von UNFCCC und The European Commission verwendet wird. Dabei werden die unterschiedlichen Auswirkungen verschiedener Gase in die entsprechende Menge CO2 umgewandelt, die erforderlich wäre, um den gleichen Treibhauseffekt zu erzeugen. Soweit verstanden? Mit anderen Worten, du kannst einen Flug mit einem Stück Fleisch oder einem Pullover mit einem Glas Haferdrink vergleichen (oder vielleicht Dinge, die mehr Sinn machen zu vergleichen, wie zwei verschiedene Mahlzeiten oder eine Flugreise vs. Zug).

… und wo?

Unsere CO2e-Zahlen findest du auf der Rückseite unserer Verpackung und bei manchen Produkten auch in einer kleinen Blase auf der Vorderseite des Haferdrinks. Es wird noch ein paar Monate dauern, bis die Zahlen für alle unsere Produkte berechnet wurden. Wenn du also der/die Erste sein möchtest, der/die die Zahlen erfährt, empfehlen wir dir, unsere Website zu besuchen. Hier werden wir dann alle restlichen Zahlen bis zum Ende des Jahres veröffentlichen.

Climate footprint magnifying glass

 

Hey food industry! Show us your numbers.

Das einzige Problem bei diesen ganzen Zahlen ist, dass sie nicht wirklich viel aussagen, wenn man sie nicht mit anderen Werten vergleichen kann. Ist 0.38 CO2e gut oder schlecht? Die Lösung hierfür ist natürlich, dass die Lebensmittelindustrie ihre Zahlen auf den Tisch legt. Also nehmt Kontakt mit anderen Lebensmittelherstellern auf, mit denen ihr uns vergleichen möchtet und fordert sie (nett) auf, uns ihre Zahlen zu zeigen. Du kannst die Schuld auch auf diesen etwas aufdringlichen Text schieben, wenn das hilft.

Und während du schon auf die Zahlen wartest, solltest du dir die vom schwedischen WWF zusammen mit Forschern erstellte Website "One Planet Plate" anschauen. Die kann dir dabei helfen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, welche Zahlen sinnvoll sind. Ihre Theorie besagt, dass der Rahmen für ein nachhaltiges Wochenmenü 11 kg CO2e pro Person beträgt, was etwa 0,5 kg CO2e pro Mahlzeit entspricht.

cheese chicken pork beef illustration

 

Wie haben wir die Klimaauswirkungen unserer Produkte berechnet?  

Wir haben die Berechnungen nicht selbst durchgeführt, sondern eine Firma namens CarbonCloud. Das ist uns sehr wichtig zu betonen, denn das Modell von CarbonCloud basiert auf zwanzig Jahren Forschung und wurde im Zusammenhang mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen überprüft. Das Modell wurde bereits von der schwedischen Umweltschutzbehörde genutzt und ist auch die Grundlage für internationale Kooperationen, zum Beispiel mit der Princeton University und dem Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK). Okay, nun zum "Wie" Teil. Die Berechnungen von CarbonCloud basieren auf einer Analyse der verschiedenen Schritte im "Leben" eines Produkts - in unserem Fall von der Farm bis zum Geschäft. In dieser Art der Lebenszyklusanalyse siehst du nicht nur, wie viel Treibhausgase das Produkt insgesamt erzeugt, sondern auch, welche Schritte die meisten Emissionen verursachen - und nicht selten sind die größten Übeltäter nicht die, die du erwarten würdest.

Wenn man sich die einzelnen Schritte genauer ansieht, sieht man zum Beispiel, dass die größten Auswirkungen bei der Herstellung eines Lebensmittels weder der Transport noch die Verpackung sind, aber fast immer im "Farm-Schritt" - bei der Erzeugung des Rohstoffs selbst liegt. Unten siehst du, wie viel CO2e in jedem Produktionsschritt unseres Haferdrinks im Vergleich zu Kuhmilch erzeugt wird.

Grafik GER

Heute machen tierische Produkte mehr als die Hälfte (60%) der weltweiten Nahrungsmittelemissionen aus, liefern aber nur 18% der Kalorien* und das ist eindeutig eine Verschwendung von Ressourcen. Deshalb sind sich alle Forscher*innen darin einig, dass wir Menschen uns mehr pflanzlich ernähren müssen, wenn wir die Herausforderungen des Klimawandels, mit denen wir konfrontiert sind, bewältigen wollen. 

 

Was ist in diesen Berechnungen alles enthalten?

  • Farm: Emissionen im Zusammenhang mit der Produktion von Hafer und Raps (die zusammen mit Wasser mehr als 99% des Gewichts des Haferdrinks ausmachen). Dazu gehören unter anderem N2O Emissionen (Lachgas) aus dem Boden und COEmissionen (Kohlendioxid) aus der Herstellung und Nutzung von Kraftstoffen/Strom für Traktoren und andere Maschinen. Und die mit Düngemitteln verbundenen Emissionen sind ebenfalls enthalten.

  • Fabrik: Heiz- und Stromverbrauch in den Werken und bei der Herstellung der Haferbase und Haferdrinks. Die Zahlen sind dank eines hohen Anteils an erneuerbaren Energiequellen niedrig.

  • Verpackung: Emissionen im Zusammenhang mit der Herstellung und dem Transport von Verpackungsmaterialien und Verpackungen.

  • Transport: Transport von Hafer und Raps vom Feld zur Mühle und Fabrik (zur Herstellung von Rapsöl) und dann weiter zur Fabrik zur Herstellung der Haferbase. Transport der Haferbase zu den Produktionsstätten für Haferdrinks. Transport des fertigen Haferdrinks zu verschiedenen Märkten. Bei den Berechnungen wird berücksichtigt, dass bestimmte Transporte gekühlt werden.

 

Für einen vollständigen Bericht über die Methoden für Haferdrink klicke hier und für Kuhmilch hier.

 

Was ist nicht enthalten - und warum?

Naja, irgendwo muss man die Grenze ziehen. Nicht in die Kalkulation einbezogen sind die Herstellung von Geräten/Maschinen und Gebäuden sowie der Transport unserer Mitarbeiter zu und von ihrem Arbeitsplatz oder die gesamte Geschäftstätigkeit wie Forschung, Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing. Der Grund dafür ist, dass diese Treibhausgasemissionen im Verhältnis zu den Gesamtemissionen als sehr gering und grundsätzlich zu vernachlässigen eingeschätzt werden.

 

Wie sieht es mit dem Leben des Produkts nach dem Kauf aus? 

Die Berechnungen beinhalten alle Schritte von der Farm zum Geschäft. Aber wir hören dich schon sagen "Hey, das deckt nicht das ganze Leben des Produkts ab!". Stimmt, aber was mit dem Produkt nach dem Kauf passiert, ist schwer zu sagen, weil wir zum Beispiel nicht wissen, wie und wie weit es vom Verbraucher transportiert wird oder ob und wie die Verpackung recycelt wird. Wenn es also um die Klimaauswirkungen des Produkts nach dem Kauf geht, kannst du selbst etwas bewegen! (Wird dieser aufdringliche Text jemals enden?)

 

Okay, also können wir uns jetzt zurücklehnen und entspannen?

Nein. Auf gar keinen Fall. Denn obwohl unsere Produkte klimafreundlicher als viele Alternativen sind, wollen wir, dass sie noch besser werden. Tatsächlich ist es genau das, woran wir jeden Tag arbeiten! Wenn du also etwas Zeit übrig hast und ein Experte für die Art und Weise wie wir arbeiten (und den aktuellen Stand der Dinge) werden willst, haben wir einen Sustainability Report, der am anderen Ende unserer Website herumhängt und nur darauf wartet von dir gelesen zu werden. Einfach hier klicken und genießen!

 

*Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers: J. Poore1 and T. Nemecek (2018)